Das Lied der Sehnsucht


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Ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war. Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein Leib verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit. Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich. So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben. Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann; wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach. Psalm 63, 1-7 (LUT)


David hatte dieses Lied in der Zeit, als er in der Wüste Juda war gedichtet.
Wüste: Erinnerungen werden wach an die herrlichen Gottesdienste im Tempel. Wüstenlandschaft wird ihm zum Gleichnis für den Zustand seines Lebens.

Die Sehnsucht ein Bild des Dürstens legen Zeugnis ab, dass es nicht nur den Lebens- und Wissensdurst unter den Menschen gibt – den Durst nach Macht, Glück, Liebe und Ehre – sondern ein Dürsten nach dem lebendigen Gott.

Sein Gebet ist persönlich verfasst: „Mein Gott“ Seine Sehnsucht ist ganz auf die Gemeinschaft mit Gott selbst ausgerichtet. Du bist es den ich suche, dich selbst! Ich brauche deine Nähe, deine Aufmerksamkeit, deine Liebe, ich möchte Gemeinschaft mit dir haben.

Nicht nur die Seele, sondern genauso der Leib, das heißt der ganze Mensch ist an diesem Verlangen nach Gott beteiligt. Wie das Land nach erquickendem Regen, so lechzte David nach Gott.

Hier geht es nicht um die bescheidene Dosis frommer Erbaulichkeit. Hier geht es um ein Bild von dem lechzenden Land. Es ist seine Überzeugung, dass der Mensch ohne die Gemeinschaft mit Gott verschmachtet und verdorrt.

„Um eines habe ich den HERRN gebeten; das ist alles, was ich will: Solange ich lebe, möchte ich im Haus des HERRN bleiben. Dort will ich erfahren, wie freundlich der HERR ist, und still nachdenken in seinem Tempel.“ Psalm 27,4 (HFA).


Ausschau halten, sich umsehen, begehren und erwarten!

„HERR, unser Herrscher! Die ganze Welt spiegelt deine Herrlichkeit wider, der Himmel ist Zeichen deiner Hoheit und Macht.“ Psalm 8,2 (HFA)

Groß und herrlich ist dein Name! Himmel und Erde sind Zeichen deiner Macht, die in Gottes Wort in vielen Begebenheiten erkennbar ist. David ist bewusst, dass die Güte und die Liebe Gottes das Höchste und Wichtigste aller Güter ist.

„Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich“ Psalm 63,4 (LUT)


Im Alten Testament wird die Gabe des Lebens, einschließlich aller irdischen Güter: Kindersegen, Besitz, usw. hoch bewertet! Dies wird verständlich, wenn man bedenkt, was der Psalmist unter der Gnade, die lebendige und persönliche Gemeinschaft mit Gott versteht.

Die Güte Gottes macht den Menschen froh von innen heraus, so dass er nicht mehr um sich selbst kreisen muss, sondern seine Hände aufheben, Gott loben und preisen kann, sein ganzes Leben lang.


Hier steht der Psalmist als Erquickender, zu Gottes Lob Befreiter vor uns, der seinen Durst an der lebendigen Quelle stillen durfte. Nicht nur bei Tag, sondern bis in die sinnend durchwachte Nacht, hat er sich mit Gott befasst, und mit großem Verlangen nach ihm ausgestreckt. Froh und dankbar bekennt der Psalmist: Du bist meine Hilfe!

Worin besteht diese Hilfe? Die äußere Lage hat sich nicht sofort geändert. Entscheidend war für ihn, dass er unter dem Schutz Gottes geborgen war.

„Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich.“ Psalm 63,9 (LUT)

Den zarten Klang, den diese Worte haben ist die Sprache der Liebe. Liebe verbindet und Liebe gibt Kraft. Aus dieser Abhängigkeit zu Gott wachsen dann Mut, Verantwortung und Freude.

Wie sich David selbst mit ganzer Seele an Gott klammert, So umklammert die Rechte Hand Gottes seine ausgestreckte Hand. Nach Psalm 73,23


Das Lied der Sehnsucht zeigt uns den Weg in Beziehung mit Gott zu kommen. Davids Erfahrungen können auch unsere werden.

Lied: Herr, du mein Gott, dich suche ich, dich suche ich, Herr, du mein Gott, meine Seele, sie verlangt nach dir. Darum halte ich Ausschau nach dir, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehn. Denn deine Güte ist besser als Leben, darum preise ich dich mit aller Kraft. Ich will dich ehren und lieben, solange ich lebe. Meine Seele verlangt nach dir, o Herr. Meine Seele verlangt nach dir, o Herr.

Lied: Kay Waechter:
Youtube: https://youtu.be/5CQdypdDRfc

Autor: Edith Waechter
Bilder: https://pixabay.com/de/

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